Zum Beispiel Webseiten. Jimdo, Wix oder Custom Made?

Sie heissen Wix und jimdo und machen schnell eine gute Falle. Aber auch wirklich? Auf den zweiten Blick scheint nicht alles Gold, was glänzt. Über die Vor- und Nachteile der Schnell-Fertig-Kosten-Kaum-Etwas-Webseiten-Tools und deren grossen Verwandten.






Gewusst wann, oder der Zweck heiligt die Mittel.


Ja, es ist krass. Das Preis-Leistungs-Verhältnis dieser Webseiten-Tools, die übrigens beide internationale Firmen sind, ist überwältigend. Aber die Erfahrung lehrt, dass trotzdem Grenzen der Machbarkeit da sind und Vorsicht geboten ist.


Die Templates (Gestaltungsvorlagen) sehen gut aus, lassen sich nach Branche und Zielgruppe auswählen. Und anpassen. Aber da liegt auch schon ein Teil der Problematik: weicht man zu stark von der Vorlage, kommen Responsiveness und Gestaltung an die Grenzen. In einem aktuellen Projekt haben wir dies zu spüren bekommen, als gerade die Zwischenstufen der Grössenanpassung für die verschiedenen Bildschirmgrössen (Responsiveness) nicht mehr einwandfrei funktionierten. Und dann ist es mit dem Support auch nur so mittelprächtig beschieden.


Das Learning: Schuster bleib bei deinem Leisten: Vorlagen also möglichst nicht zu stark verändern. Das haben ebendiese Webseite (tonicmoon.ch) und zum Beispiel biohof-stuls.ch bewiesen. Und auch von andern Kunden habe ich Positives über wix gehört.




Das Ende der Stange


Spreche ich über diese Anbieter mit einem langjährigen Partner im Bereich Webseiten-Programmierung, die Firma cmsbox.ch in Bern, dann kommen doch einige Aspekte zum tragen, die den Entscheid, mit welchem Content Management System (cms) man arbeiten soll, beeinflussen. Erstens, und das habe ich aus eigener Erfahrung gelernt, weiss ich als Kunde bei einer individuellen Lösung ganz genau, was ich habe. Jeder Pixel wurde von Hand gesetzt und kann beeinflusst werden. Zweitens, so der Input des Spezialisten, seien die Suchmaschinen relevanten Elemente eher dürftig besetzt, was für die Präsenz auf Google einen negativen Einfluss haben könne. Ich habe das bis jetzt selber noch nicht erfahren, aber das könnte ja schon sein. Auch die Performance, ein wichtiges Ranking-Kriterium der Suchmaschinen und entscheidend für eine gute User-Experience, kann nicht beeinflusst werden.


Spätestens beim Einbinden von Spezialwünschen, Datenbanken, individuellen Navigationsgestaltungen oder genau einzuhaltenden Corporate Design Vorgaben macht ein solches Tool dann wirklich Sinn.



Oder wie im oben stehenden Beispiel (wendelspiesspartners.ch) wenn es um Sicherheit und Vertraulichkeit geht, ist es ein gutes Gefühl, die Daten auf einem Schweizer Server zu wissen.


Auch der Preis ist nicht der gleiche: Wix und jimdo beginnen bei ca. CHF 150.-/Jahr (Lizenz und Server) ausgewachsene Content Management Systeme (CMS) beginnen im Bereich CHF 2500.- zzgl. Hosting und können weit nach oben hinaus gehen, je nach dem, was der Kunde alles benötigt.



Meine persönliche Einschätzung


Die beiden Modelle sind sehr unterschiedlich. So bin ich aus eigener und der Erfahrung von Kunden der Ansicht, dass für Webseiten, die eine geringe Komplexität aufweisen und auch sicherheitstechnisch nur geringe Ansprüche stellen, die Angebote von wix und jimdo attraktiv sind. Gerade auch für Startups, die noch nicht die Mittel oder die Sicherheit haben, viel Geld in eine Webseite zu investieren. Ganz nebenbei gesagt, dass man auch die Aufwendungen für die Entwicklung eines Corporate Designs (vorerst) nicht in die Hand nehmen muss. Ob das sinnvoll ist, ist eine andere Sache.


Mit individuellen Webseiten gelingt es eher aus der Masse der Webseiten aufzufallen. Gezielte grafische Impulse, Animationen oder interaktive Elemente schaffen Überraschungseffekte und ein nachhaltigeres Benutzer-Erlebnis als die Webseite ab Stange. Ist man also bereit, für eine individuell gestaltete und programmierte Webseite zu bezahlen, erhält man mit dieser Variante mehr Gegenleistung in Form von Sicherheit, Individualität, einer optimalen Suchmaschinen-Performance und einem erstklassigen Support.


Und – am Schluss ist es ja auch noch ein bisschen so, wie mit dem Einkaufen – von der Region für die Region nützt am Ende einem selbst ja auch wieder.

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